sneaker trendsEs hört sich wie im Märchen an: Eine Firma ist knapp vor dem Konkurs und die Idee, einen Vorkriegsschuh neu aufzupeppen, hilft diesem Unternehmen aus der Krise. Dieser Schuh schafft es sogar, in die Vogue zu kommen – nicht nur einmal, sondern zweimal im Jahr 2016.

 

Das Unternehmen hat seinen Sitz in Borovo – Kroatien – und war vor den Kriegen in den Jahren 1991 bis 1995 der Staatshersteller für Schuhe. Immerhin wurden damals 23 Millionen Paar Schuhe pro Jahr hergestellt und es arbeiteten dort 24.000 Arbeiter. Aber seit dem Ende der Kriege ging es nur noch abwärts, bis die zündende Idee der Designerin Iva Curkovic einschlug: Sie veränderte die Schuhe, die jahrzehntelang von allen möglichen Leuten in Kroatien getragen wurden: die Borosanas. Hierbei handelt es sich um zehenfreie Schuhe, die aus Segeltuch hergestellt wurden. Nach der kleinen Veränderung von Iva Curkovic gelangten diese Schuhe im neuen Erscheinungsbild sogar zweimal in die Vogue. Diese Auszeichnung ist fast die höchste, die man erlangen kann. Der dort abgedruckte Artikel besagt, dass diese Schuhe nicht nur angesagt, sondern ein Muss für alle modebewussten Personen ist.

 

Mittlerweile muss das Unternehmen in Kroatien nicht mehr befürchten, dass es Konkurs anmelden muss. Diese Sneakers heißen nun Startas und werden mit mehreren lustigen Mustern versehen. Für den Sommer gibt es natürlich ein anderes Muster als für den Winter. Und diese Tatsache reichte aus, um den Absatz im Jahr 2016 zu verdoppeln. Mittlerweile werden diese Schuhe nicht mehr nur in Kroatien verkauft, sondern auch exportiert. Stolze 50 Euro kostet das Paar. Aber das geben besonders jüngere Menschen gerne aus, denn mit Schuhen aus Borovo ist man einfach nur angesagt und beweist seinen eigenen Modegeschmack – die Vogue hats ja schließlich so geschrieben.